Gold in Kalifornien, Australien und Alaska, Diamanten in Kimberley/Südafrika, billiges fruchtbares Land in Iowa, Illinois, Nebraska oder auch in Kanada, gut bezahlte Arbeit und unbegrenzte Aufstiegsmöglichkeiten in den großen Städten Chicago, Milwaukee, San Francisco — aber von Anfang an und vor allem New York ließen Unzählige dem Traum "vom Tellerwäscher zum Millionär" nachjagen, den der Husumer Ludwig Nissen als New Yorker Diamantenhändler in bis heute unvergessener Weise gelebt hat (Ludwig-Nissen-Haus Husum). Aber immer hatte Auswanderung auch eine Kehrseite, die geprägt wurde von persönlichem Scheitern, von Armut, Elend, Krankheit und Heimweh. Ebenso zu den Schattenseiten gehörte es, in der neuen Heimat als "Fremder" abgelehnt zu werden oder — wie z.B. beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges — offene Feindseligkeit zu erleben. (Text: Dr. P. H. Pauseback)

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Der Delikatessen-Store des Amrumers Johannes Tönnissen in New York um 1895.