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Es folgten Kongresse in
Leeuwarden/Ljouwert und Husum. Diese durchaus verheißungsvollen
Anfänge fanden mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten
ein abruptes Ende. Zwar gelang mit der Gründung des Friesenrates
1930 noch die Überführung dieser losen Zusammenarbeit
in eine institutionalisierte Form, wirksam werden konnte dieses
Gremium aufgrund der veränderten politischen Großwetterlage
aber dann nicht mehr. Bis zum Ende des "Dritten Reiches"
standen die interfriesischen Kontakte, soweit sie überhaupt
noch Bestand hatten, ganz im Zeichen der nationalsozialistischen
Volkstumsidee. Daher musste das Experiment einer grenzüberschreitenden,
friesischen Zusammenarbeit zunächst Episode und ohne nachhaltige
Wirkung bleiben.
Dass die abgebrochenen Beziehungen zu den Niederlanden schon bald
nach dem Krieg wieder aufgenommen werden konnten, war in erster Linie auf die große Versöhnungsbereitschaft vieler Westfriesen
und dem persönlichen Einsatz unbelasteter Nordfriesen, wie
Dr. Frederik Paulsen, zu verdanken.
Seine Wiederauferstehung verdankte der Friesenrat ursächlich
den Bemühungen die internationale Isolierung als Teil der
Erbmasse des "Dritten Reiches" zu überwinden. Um
die eingefrorenen interfriesischen Beziehungen wieder zu beleben,
nahmen Vertreter sowohl der Nationalen Friesen als auch des Nordfriesischen
Vereins schon bald nach dem Krieg Kontakt insbesondere zu den Westfriesen
auf. |