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Als Mitte der 1970er Jahre auf diesem Gebiet ein Sinneswandel eintrat,
musste man praktisch von vorn beginnen. Den Schwerpunkt des Friesischunterrichtes
in Nordfriesland bilden heute die Grundschulen. Im Sekundarbereich
bieten nur wenige Schulen das Fach Friesisch an. Im Schuljahr 2003/04
wurde insgesamt an 28 Schulen Friesischunterricht erteilt. Davon
waren 25 allgemeinbildende deutsche Schulen, weitere drei gehörten
dem dänischen Schulverein an. Im Schuljahr 2003 erhielten insgesamt
1334 Schüler ein bis zwei Stunden Friesischunterricht pro Woche.
Dieser Unterricht verteilte sich wie folgt: an neun Schulen von
der ersten bis zur vierten Klasse, an weiteren neun Schulen in der
dritten und vierten Klasse und an zwei Schulen von der zweiten bis
zur vierten Klasse.
Weniger erfreulich stellt sich die Situation gegenwärtig an den weiterführenden Schulen dar. So wird zur Zeit
lediglich an drei Hauptschulen Friesischunterricht erteilt, wobei nur die Nis-Albrecht-Johannsen
Schule in Lindholm ein Angebot von der ersten bis zur neunten Klasse
stellt.
Noch schlechter sieht es bei den Realschulen aus, die überhaupt keine Friesischkurse mehr anbieten. Die Gymnasien in Wyk auf Föhr und Niebüll halten ihr Angebot dagegen weiterhin aufrecht.
Eine positive Ausnahme bildet in diesem Zusammenhang die Dänisch/Friesische
Schule in Risum-Lindholm, die seit ca. 1955 konsequent das Prinzip der Mehrsprachigkeit
in der Schule praktiziert.
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