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Gerade die Zusammenarbeit mit den Westfriesen
hat sich in der jüngeren Vergangenheit zu einer der bedeutendsten
Stützen der Arbeit in Nordfriesland entwickelt. Dabei konnte
man an eine Tradition anknüpfen, deren älteste Wurzeln bis
in die Zeit der Romantik zurückreichen, ihren Höhepunkt aber
in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts erlebte. Die Kooperation
beschränkte sich nun nicht mehr auf den Austausch von Briefen
und gelehrten Schriftstücken, sondern man begegnete sich persönlich,
um gemeinsam die Arbeit auf dem Gebiet praktischer Sprachpflege voranzutreiben.
Die Westfriesen gaben hier aufgrund ihrer größeren Erfahrung
oft den Ton an und konnten dabei den Nordfriesen viele wertvolle Impulse
vermitteln.
Die Zusammenarbeit mit den Sorben bekam mit dem Aufweichen des Eisernen
Vorhangs und erst recht seit der Wiedervereinigung spürbar Aufwind.
Da Friesen und Sorben die beiden einzigen autochthonen Minderheiten
in den Grenzen der Bundesrepublik darstellen, ergeben sich viele Gemeinsamkeiten.
Nicht von ungefähr ist deshalb mit Prof. Dr. Dietrich Scholze,
dem Direktor des Sorbischen Instituts in Bautzen, ein Vertreter der
sorbischen Minderheit Mitglied im Kuratorium des Nordfriisk Instituut.
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