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Die ersten friesischen Vereine gründeten
sich in Nordfriesland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Damit fällt die Entstehung eines "modernen" Vereinswesens in
Nordfriesland, wie im übrigen Schleswig-Holstein mit der endgültigen
Ausformung der Nationalstaaten in Europa zusammen. Die heftigen
Auseinandersetzungen, die diesen Prozess begleitet haben, sind auch
an Nordfriesland nicht spurlos vorübergegangen und sollten
fatale Folgen für die Entwicklung des friesischen Vereinswesens
haben. Der Nationalitätenkonflikt im Grenzland überschattete
die friesische Bewegung von dem Moment ihrer Entstehung an, indem
er die Frage, ob deutsch oder dänisch, zum zentralen Moment
der Identifikation erhob. Dieser Gegensatz erstickte jeden Ansatz
zu einer im eigentlichen Sinne friesischen Bewegung im Keim
und spaltete das friesische Lager in zwei nationalpolitisch orientierte
Fraktionen. In dieser emotional aufgeladenen Atmosphäre konnte
sich eine planvoll, koordinierte Arbeit zur Förderung friesischer
Sprache und Kultur nur in Ansätzen entwickeln.
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Die ersten Volksfeste der Nordfriesen in Bredstedt
1844 und 1845/46 gerieten zu Demonstrationen des Deutschtums.
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